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ARGE Rind appelliert aufgrund von Trockenheit
Die anhaltende Trockenheit zwingt viele Betriebe zu Notverkäufen – das Aufkommen an Schlachtkühen am Markt ist entsprechend stark gestiegen. Die ARGE Rind und wir appellieren an alle Beteiligten der Vermarktungskette.
Die anhaltende Futterknappheit zwingt derzeit viele Betriebe dazu, vor allem Schlachtkühe vorzeitig zu verkaufen, um die Versorgung des verbleibenden Tierbestandes sicherzustellen. In den vergangenen Wochen kamen dadurch rund dreimal so viele Schlachtkühe zur Vermarktung wie üblich – die Kapazitäten der Schlacht- und Zerlegebetriebe sind an ihre Grenzen gestoßen.
Gleichzeitig werden in normalen Wochen bis zu 1.000 Kühe lebend zur Schlachtung nach Österreich importiert. Angesichts dieser Ausnahmesituation appellieren die ARGE Rind und wir gemeinsam an Schlachthöfe und Viehhändler, diese Lebendimporte vorübergehend auszusetzen, damit die verfügbaren Schlachtkapazitäten den heimischen Betrieben zur Verfügung stehen.
Deutlicher Preisrückgang am Schlachtkuhmarkt
Die hohen Vermarktungsmengen haben bereits zu einem Preisrückgang von bis zu 25 % am Schlachtkuhmarkt geführt. Da sich die Situation in den kommenden Wochen voraussichtlich nicht entspannen wird, ist eine vorübergehende Aussetzung der Lebendimporte dringend notwendig, um die heimischen Betriebe nicht zusätzlich zu belasten und den weiteren Preisverfall einzudämmen.
Ein weiterer Appell richtet sich an den Groß- und Einzelhandel verstärkt auf heimische, regionale Ware zu setzen und damit jene Betriebe zu unterstützen, die durch die außergewöhnliche Situation unverschuldet in Not geraten sind.
Gemeinsam die Situation entschärfen
Notverkäufe werden sich angesichts der anhaltenden Futterknappheit nicht vollständig vermeiden lassen. Umso wichtiger ist es, den Vermarktungsdruck so gering wie möglich zu halten. Wir appellieren daher an Sie: Melden und vermarkten Sie Ihre Rinder weiterhin möglichst kontinuierlich – so verteilt sich die Menge gleichmäßiger und der Druck auf die Preise bleibt geringer.